Corona: Begriffe von A bis Z

Der Begriffe von A bis Z

Die Corona-Pandemie konfrontiert uns alle mit immer neuen Begriffen und Definitionen. Wir haben hier von A bis Z Informationen für Sie zusammengefasst.

Fehlt Ihnen ein bestimmter Begriff? Haben Sie Fragen? Schreiben Sie uns an buergerbeauftragter@bayern.de – wir helfen Ihnen gerne weiter.

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J    K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z

 

A

Abstandsregelung

Warum sind Abstandsregelungen in Zeiten der Corona-Pandemie sinnvoll?

  • Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung steigt, wenn man einer Person, die mit dem Coronavirus infiziert ist, näher als 1,5 Meter kommt.
  • Deswegen ist es sinnvoll, wann immer möglich, auch im Freien, den Mindestabstand einzuhalten und, wann immer dies nicht möglich ist, eine medizinische Maske oder gar FFP2-Maske zu tragen (beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr etc.).

 

Aerosole

Welche Rolle spielen Aerosole bei der Verbreitung des Coronavirus?

  • Das neuartige Coronavirus kann über Aerosole (in der Luft schwebende, kleine Tröpfchenkerne) übertragen werden.
  • Besonders viele dieser sehr kleinen Partikel werden beim Singen, lauten Sprechen, Husten und Niesen ausgestoßen.
  • Sie können sich längere Zeit in der Luft halten und somit zur Übertragung des Virus führen.
  • Daher ist vor allem im Winter regelmäßiges Lüften wichtig.

 

Ansteckung

Wie kann man sich mit dem SARS-CoV-2-Virus anstecken?

  • Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist von Mensch zu Mensch übertragbar, dabei ist die Infektion durch das Einatmen von Tröpfchen oder Aerosolen, die das Virus enthalten, der Hauptübertragungsweg. Neben Größenunterschieden – Tröpfchen sind größer, Aerosole kleiner – unterscheiden sich diese Partikel zum Beispiel in ihren physikalischen Eigenschaften.
  • Auch eine Übertragung durch Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist prinzipiell nicht ausgeschlossen.

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B

 Beatmung

  • Covid-19-Patienten mit einem sehr schweren Krankheitsverlauf müssen an Beatmungsgeräte angeschlossen werden.
  • Durch die Corona-Erkrankung und damit einhergehende Lungenentzündung kann zu wenig Sauerstoff ins Blut gelangen. Dann kann eine künstliche Beatmung zur Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Körperfunktionen notwendig werden.

 

Bürgertest

  • Der Bürgertest ist ein zusätzliches Angebot, er ergänzt das bereits bestehende Testangeobt.
  • Seit 8. März 2021 haben alle Bürgerinnen und Bürger in Bayern zusätzlich zu den kostenfreien Tests in den kommunalen Testzentren Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche.
  • Diese so genannten Bürgertests sind Teil der Teststrategie des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.
  • Die kostenlosen Tests können entweder in den kommunalen Testzentren, bei Ärztinnen und Ärzten oder in Apotheken durchgeführt werden.
  • Das nächstgelegene Testzentrum, die teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte sowie die teilnehmenden Apotheken finden Sie unter www.stmgp.bayern.de/coronavirus/bayerische-teststrategie/.
  • Wichtig: Jedes positive Schnelltest-Ergebnis muss durch einen PCR-Test im Labor bestätigt werden. Ein negatives Ergebnis garantiert keine absolute Sicherheit. Auch negativ getestete Personen müssen sich weiterhin an die AHA-Regeln halten.

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C

Corona-WarnApp

Wie funktioniert die Corona-Warn-App und welchen Mehrwert hat sie?

  • Die Corona-Warn-App nutzt die Bluetooth-Technik, um den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Personen zu messen, die die App installiert haben.
  • Die Smartphones „merken“ sich Begegnungen, wenn die vom RKI festgelegten Kriterien zu Abstand und Dauer einer Begegnung erfüllt sind. Dann tauschen die Geräte untereinander Zufallscodes aus.
  • Werden Personen, die die App nutzen, positiv auf das Coronavirus getestet, können sie freiwillig andere Nutzer darüber informieren.
  • Wenn Sie die App installiert haben, prüft diese für Sie, ob Sie eine Corona-positiv getestete Person getroffen haben. Diese Prüfung erlaubt zu keinem Zeitpunkt Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.
  • Nach erfolgter Impfung kann über die Corona-Warn-App auch der persönliche digitale Impfnachweis generiert werden, der komplementär zum bereits bekannten Impfpass den aktuellen Impfstatus einer Person anzeigt.

 

Covid-19

Covid-19 ist die Abkürzung des englischen Begriffs „Corona Virus Disease 2019“. Es handelt sich um ein neuartiges Virus aus der Familie der Coronaviren, das erstmals 2019 identifiziert wurde.

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D

Diagnose

Wie wird eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus diagnostiziert?

  • Grundsätzlich erfolgt die Diagnose von Covid-19 über eine Testung im Labor. Hierfür wird meist der PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion) verwendet. Bei diesem Test wird zunächst ein Abstrich aus dem Rachenraum entnommen und in einem Labor ausgewertet.
  • Trotz zahlreicher Symptome, die bei vielen Patienten auftreten (Fieber, Husten, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinnes), ist die Erkrankung so unspezifisch und ähnlich zu anderen Atemwegserkrankungen, dass ohne eine Testung keine eindeutige Diagnose gestellt werden kann.
  • Wenn Sie den Verdacht haben, mit Corona infiziert zu sein, rufen Sie die Telefonnummer 116 117, eine lokale Corona-Hotline (z.B. der Stadt oder des Landkreises in der/dem Sie wohnen), Ihre Hausarztpraxis oder einen anderen behandelnden Arzt an.

 

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E

Erreger

Welche Eigenschaften hat der Erreger des Coronavirus?

  • SARS-CoV-2 ist ein neues, sogenanntes Beta-Coronavirus, das Anfang 2020 als Auslöser von COVID-19, also der Corona-Erkrankung, identifiziert wurde.
  • SARS-CoV-2 gelangt über das Enzym ACE-2 in die Wirtszellen. Es verwendet das Enzym als Rezeptor und heftete sich damit an die Wand einer Zelle an. Der menschliche Körper hat in den Atemwegen, im Darm, in Gefäßzellen, in der Niere, im Herzmuskel und in anderen Organen eine hohe ACE-2-Dichte.

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F

Fallzahlen

Mit welchen Corona-Fallzahlen sieht sich Deutschland derzeit konfrontiert?

  • Grundsätzlich ist die Erkrankung am Coronavirus meldepflichtig. Das heißt, dass die Gesundheitsämter die gemeldeten Fälle an das RKI weiterleiten, welches die daraus errechneten Fallzahlen für Deutschland insgesamt veröffentlicht.
  • Die jeweils tagesaktuellen Zahlen finden Sie auf der Übersichtsseite des RKI.
  • Aufgrund der neuartigen Corona-Mutanten, die deutlich ansteckender als die ursprüngliche Virusvariante sein können, appelliert die Bayerische Staatsregierung an die Bürgerinnen und Bürger, sich weiterhin an die Regeln zu halten. Ein erneuter exponentieller Anstieg der Fallzahlen soll unbedingt vermieden werden.
  • Der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von sieben Tagen ist für die Nachverfolgung der Infektionsketten durch das zuständige Gesundheitsamt bedeutsam. Über diesem Schwellenwert wird die Nachverfolgung zunehmend schwierig. Deshalb ist eine Inzidenz von unter 50 eine Voraussetzung für Lockerungsmaßnahmen – darüber hinaus sind jedoch auch bei anderen Inzidenzwerten bestimmte Öffnungsschritte in ausgewählten Bereichen möglich.

 

FFP2-Maske, FFP3-Maske

Was ist eine FFP2- bzw. FFP3-Maske und wie schützt sie mich?

  • Atemschutzmasken mit dem FFP2- oder FFP3-Standard (FFP steht für filtering face piece) schützen den Träger vor einer Ansteckung mit Krankheitserregern.
  • Normale Alltagsmasken können andere Personen vor einer Ansteckung schützen, jedoch nicht den Träger der Maske selbst. Daher ist es im Alltag sicherer, FFP2-Masken, die eigentlich in der Medizin eingesetzt werden, zu tragen. Diese können jedoch nicht wiederverwendet werden, da die Filterkapazität nachlässt, wenn sie durch die Atemluft feucht werden.
  • Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat auf seiner Internetseite eine Zusammenstellung mit Informationen zu den verschiedenen Maskentypen veröffentlicht.
  • FFP2-Masken können – wenn sie im privaten Bereich eingesetzt werden – auch wiederverwendet werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat eine wissenschaftliche Studie dazu angestoßen. Die FH Münster hat die Ergebnisse der Studie übersichtlich zusammengefasst: Hier können Sie nachlesen, wie FFP2-Masken desinfiziert und wiederverwendet werden können.

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G

Grippe

Welche Unterschiede weist das Coronavirus zu den Influenza-Viren auf?

  • Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbildung erster Symptome (= Inkubationszeit) liegt bei der Influenza laut WHO bei drei Tagen. Beim Coronavirus liegt dieses Intervall bei etwa fünf bis sechs Tagen.
  • Durch die längere Inkubationszeit kann Corona unbemerkt an mehr Menschen weitergegeben werden. Zudem scheint es ansteckender zu sein als die Influenza. Nach WHO-Daten gibt ein Infizierter das Virus an rechnerisch zwei bis zweieinhalb Menschen weiter.
  • Schwere bis lebensbedrohliche Verläufe gibt es nach bisherigen Auswertungen bei Covid-19 häufiger als bei der Grippe. Wie hoch die Sterblichkeitsrate ist, lässt sich derzeit nicht seriös beantworten.

 

Grundrechtseinschränkungen

Warum können meine Grundrechte eingeschränkt werden und wie wird dies kontrolliert?

  • Die getroffenen Maßnahmen werden mit dem Infektionsschutzgesetz begründet. Darin heißt es: „Zweck des Gesetzes ist es, übertragbaren Krankheiten vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern“.
  • Paragraf 28 des Infektionsschutzgesetzes regelt, dass als „notwendige Schutzmaßnahmen“ auch Grundrechte eingeschränkt werden können.
  • Die vorübergehende Einschränkung einzelner Grundrechte dient dem Ziel, das Gemeinwohl zu schützen.
  • Wie jede Maßnahme aufgrund eines Gesetzes können auch die Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz gerichtlich überprüft werden. Grundsätzlich sind Grundrechtseinschränkungen nur dann zulässig, wenn damit der Schutz eines höherrangigen Grundrechts bezweckt wird. In der Corona-Pandemie steht der Gesundheitsschutz über den Rechten auf beispielsweise Versammlungsfreiheit oder Religionsfreiheit.

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H

Hausstände

Was versteht man unter einem Hausstand?

  • Zu einem Hausstand gehören alle Menschen, die dauerhaft in einem gemeinsamen Haushalt leben.
  • Wie viele Personen außerhalb des eigenen Hausstands man aktuell treffen darf, hängt von der Inzidenz dem Landkreis bzw. der kreisfreienstadt, in dem bzw. der man lebt, ab.
  • Liegt der Inzidenzwert über 100, können die Mitglieder des eigenen Hausstands mit einer weiteren Person zusammenkommen.
  • Liegt der Inzidenzwert zwischen 50 und 100, können sich die Angehörigen des esigenen Hausstands mit den Angehörigen zweier weiterer Hausstände, insgesamt bis zu zehn Personen, treffen.
  • Liegt der Inzidenzwert unter 50, können Personen aus beliebig vielen Haushalten zusammenkommen, insgesamt maximal zehn Personen.
  • Ehepaare, Lebenspartnerinnen und -partner sowie Paare in nichtehelicher Lebensgemeinschaft zählen als ein Hausstand, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben.
  • Bei der Eemittlung der Gesamtzahl nicht mitgezählt werden:
    • Kinder bis 14 Jahre sowie
    • Personen, die seit mindestens 14 Tagen mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff geimpft sind und
    • Personen, die seit mindestens 28 Tagen, maximal sechs Monaten eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden haben (Nachweis über einen positiven PCR-Test).

Zur besseren Übersicht haben wir diese Informationen auch in einem PDF zum Herunterladen zusammengefasst.

 

Homeoffice

Gibt es ein Recht auf Homeoffice?

  • Auch im beruflichen Umfeld soll die Zahl direkter Kontakte minimiert werden.
  • Dafür gibt es seit Januar ein Recht auf Homeoffice, welches in der Corona-Arbeitsschutzverordnung geregelt ist.
  • Der Arbeitgeber hat demzufolge Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten Homeoffice anzubieten, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen.

 

Hotspots

Was sind sogenannte Corona-Hotspots?

  • Als Hotspot werden Regionen verstanden, die mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage verzeichnen.
  • Informationen über die 7-Tage-Inzidenz in Ihrem Landkreis oder Ihrer kreisfreien Stadt finden Sie unter anderem auf der Übersichtsseite des Robert-Koch-Instituts.

 

Hygienemaßnahmen

Welche Hygienemaßnahmen werden getroffen und sind für Deutschland einheitlich?

Das Gebot AHA + L gilt in ganz Deutschland und soll zur Eindämmung des Coronavirus beitragen. Die Abkürzungen bedeuten jeweils:

Abstand halten (min. 1,5 Meter)

Hygiene: richtiges Niesen und Husten (in die Armbeuge), regelmäßiges Händewaschen

A: Alltagsmaske tragen. In Bayern herrscht eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr, bei Arztbesuchen, beim Fahrschulunterricht, beim Abholen von Speisen und Getränken, bei Besuchen in Alters- und Pflegeheimen, während den Gottesdiensten und in Bibliotheken und Kulturstätten.

L: regelmäßiges Lüften in geschlossenen Räumen

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I

Immunität

Wie steht es um die Immunität gegen das Coronavirus?

  • Zum jetzigen Zeitpunkt ist ungewiss, wie regelhaft, robust und dauerhaft eine Immunität bei einem infizierten und inzwischen als geheilt geltenden Patienten aufgebaut wird.
  • Erfahrungen mit anderen Coronavirus-Infektionen (SARS und MERS) deuten darauf hin, dass eine Immunität bis zu drei Jahre anhalten kann.
  • Um genauere Aussagen zur SARS-CoV-2-Immunität treffen zu können, sind Langzeitstudien erforderlich.
  • Da es jedoch – etwa im Hinblick auf die Corona-Mutanten – zu Zweitansteckungen kommt, ist eine überstandene Infektion kein Freifahrtsschein. Auch für Personen, die von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, gelten zum persönlichen Schutz und zum Schutz aller die bekannten Regeln.
  • Personen, die seit mindestens 28 Tagen, maximal sechs Monaten eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden haben (Nachweis über einen positiven PCR-Test), werden getesteten und geimpften Personen gleichgestellt.

 

Impfstoffe und Impfung

Impfstoffe

  • Aktuell sind in der EU vier Impfstoffe zugelassen; einige weitere befinden sich in der letzten Testphase. Die Zulassung ist keine Notzulassung, sie ist als ganz reguläre Marktzulassung erfolgt. Impfstoffe durchlaufen generell verschiedene Phasen, bevor ein Zulassungsverfahren eingeleitet wird. Dazu gehören u.a. Tests an Freiwilligen aus verschiedenen Altersstufen.
  • Bereits zugelassen sind die Impfstoffe der Pharma-Unternehmen BioNtech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson.
  • BioNtech/Pfizer und Moderna habenjeweils einen mRNA basierten Impfstoff entwickelt, AstraZeneca und Johnson & Johnson hingegen einen Vektorvirenimpfstoff.
  • Bei einer Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) sind bereits Dosen-Lieferungen des Herstellers CureVac zugesichert.
  • Das Paul-Ehrlich-Institut hat umfangreiche Informationen zur Entwicklung, Prüfung und Zulassung von Impfstoffen, zu ihrer Sicherheit und Wirksamkeit zusammengestellt.
  • Antworten auf viele Fragen zum Impfstoff, zum Ablauf der Impfungen und zur Impfreihenfolge finden Sie auf den Internetseiten des Bundesgesundheitsministeriums.

 

Empfehlungen für Personen unter 60 Jahren, die eine Erstimpfung mit dem Wirkstoff von AstraZeneca erhalten haben

  • Als Reaktion auf die Empfehlungen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) und der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird der Impfstoff von AstraZeneca nur noch bei Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, eingesetzt.
  • Nach ärztlichem Ermessen und individueller Risikoanalyse ist der Einsatz auch bei jüngeren Menschen im Einzelfall möglich.
  • Personen, die das 60. Lebensjahr noch nicht vollendet und bereits eine Erstimpfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca erhalten haben, wird empfohlen, sich zwölf Wochen nach der Erstimpfung einer Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff der Hersteller BioNTech/Pfizer oder Moderna zu unterziehen. So kann ein breit aufgestellter Impfschutz gewährleistet werden.

 

Wie läuft die Impfung in Deutschland bzw. Bayern ab?

  • Seit 27. Dezember 2020 wird in Deutschland gegen das Sars-CoV-2-Virus geimpft.
  • Die Imfpung erfolgt freiwillig und kostenlos.
  • Geimpft wird in kommunalen Impzentren, die gleichmäßig auf ganz Bayern verteilt sind, in Haus- und Facharztpraxen sowie durch Betriebsärztinnen und -ärzte.
  • Aufgrund der anfangs begrenzten Menge verfügbaren Impfstoffs wurde eine Impfreihenfolge festgelegt: Geimpft werden zunächst Personen mit höchster Priorität, etwa die über 80-Jährigen oder Menschen, die in stationären Einrichtungen behandelt, betreut oder gepflegt werden sowie die dort tätigen Pflegekräfte. Einzelheiten zur Impfreihenfolge können Sie auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums nachlesen.
  • Die wichtigsten Fakten zur Impfung hat das Robert-Koch-Institut in seinem Faktenblatt zur COVID-19-Impfung zusammengestellt (PDF zum Herunterladen).
  • Das Robert-Koch-Institut veröffentlich jeden Tag aktuelle Zahlen zu den bereits durchgeführten Impfungen.
  • Antworten auf die wichtigsten Fragen sowie Informationen zur Terminvergabe für die Impfung hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zusammengestellt.

 

Inkubationszeit

Was ist die Inkubationszeit und wie lang ist sie?

  • Die Inkubationszeit gibt die Zeit von der Ansteckung bis zum ersten Auftreten von Symptomen an.
  • Die mittlere Inkubationszeit liegt beim Corona-Virus in den meisten Fällen bei 5-6 Tagen.

 

Inzidenzwert

Was versteht man unter dem Inzidenzwert?

  • Die 7-Tage-Inzidenz bildet die Anzahl der nachgewiesenen Ansteckungen der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner ab.
  • Das Meldedatum entspricht dem Datum, an dem das Gesundheitsamt vor Ort Kenntnis von einem positiven Testergebnis erhalten hat.

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K

Kontaktbeschränkungen

Welche Kontaktbeschränkungen gelten aktuell?

  • Kontaktbeschränkungen sind derzeit der sicherste und wirkungsvollste Weg, um die Zahl der Ansteckungen zu reduzieren: Wenn Menschen weniger Kontakt zueinander haben, können sie sich weniger anstecken.
  • Eine Übersicht zu den aktuell gültigen Kontaktbeschränkungen können Sie hier als PDF herunterladen.

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L

Langzeitfolgen

Welche Langzeitfolgen bringt eine Corona-Erkrankung mit sich?

  • Grundsätzlich werden bei Infektionskrankheiten mit Lungenentzündungen längere Genesungszeiten beobachtet. Auch bei COVID-19-Erkrankungen können Wochen bzw. Monate nach der akuten Erkrankung noch Symptome vorhanden sein oder neu auftreten.
  • Das Coronavirus ist ein Multiorganvirus – es befällt also nicht nur die Lunge, sondern kann sich z.B. auch auf die Nieren, das Herz, die Leber oder das Gehirn auswirken. Entsprechend umfassend sind die bislang beobachteten Spätfolgen einer Covid-19-Erkrankung.
  • Aufgrund der Neuartigkeit des Virus und der Krankheit gibt es bislang keine Definition für Langzeitauswirkungen und möglichen Folgeschäden einer Covid-19-Erkrankung.
  • Mögliche Long-Covid-Symptome, also Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung, sind beispielsweise ständige Erschöpfung (Fatigue), Atemnot, neurologische Störungen, plötzliches Erbrechen und starker Schwindel.
  • Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) schätzt, dass etwa 10 Prozent aller Erkrankten mit Langzeitfolgen dieser Art zu kämpfen haben.
  • Patientinnen und Patienten mit einem schweren Verlauf von Covid-19 leiden besonders häufig unter Spätfolgen.

 

Lockdown

Was bedeutet „Lockdown“ eigentlich und wie wird es in der aktuellen Situation verwendet?

  • Das Wort Lockdown bedeutet im Englischen „Zustand der Isolation, Eindämmung oder des eingeschränkten Zugangs, der normalerweise als Sicherheitsmaßnahme eingeführt wird“.
  • Weltweit ist von Lockdown die Rede, wenn es um die zeitweisen massiven Einschränkungen in der Corona-Krise wie Schließung von Geschäften, Ausgangssperren oder Kontaktverbote geht.

 

Lüften

Warum ist Lüften wichtig, um die Eindämmung des Coronavirus zu erreichen?

  • Es ist vor allem im Winter, wenn sich viele Menschen in geschlossenen Räumen aufhalten, wichtig, regelmäßig zu lüften. Um einen möglichst vollständigen Luftaustausch zu erreichen, sollten möglichst alle Fenster gleichzeitig geöffnet werden. Wo möglich, sollte ein Durchzug hergestellt werden.
  • Beim Lüften geht es darum, die verbrauchte Luft, die möglicherweise coronavirusbehaftete Aerosole enthält, durch frische Luft von draußen zu tauschen.

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M

Maske

Wie verwende ich meine Maske richtig?

Bei der Benutzung einer „Alltagsmaske“ sind die allgemeinen Hygieneregeln zu beachten:

  • Vor dem An- und nach dem Ablegen sind die Hände gründlich mit Seife zu waschen.
  • Die Maske sollte nicht an der potenziell mit Viren behafteten Außenseite berührt werden.
  • Der Mund-Nasen-Schutz soll Mund und Nase komplett abdecken und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Ein- und Ausströmen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Ein durch Benutzung durchfeuchteter Mund-Nasen-Schutz sollte umgehend abgenommen und möglichst ausgetauscht werden.
  • Einmalmasken sollten nach dem Tragen entsorgt werden.
  • Wiederverwendbare Masken sollten nach dem Tragen möglichst sofort gewaschen und bis dahin luftdicht verwahrt werden.
  • Idealerweise wird der Mund-Nasen-Schutz bei 95 Grad oder mindestens 60 Grad gewaschen.
  • Informationen, Hinweise zur Benutzung und wissenschaftliche Erkenntnisse, u.a. zur Schutzwirkung der verschiedenen Maskenarten, hat das Bundesinstitut für Arnzeimittel und Medizinprodukte zusammengestellt.

 

Maskenpflicht

Wo gilt überall die Maskenpflicht?

  • Eine Alltagsmaske kann in Situationen, in denen man anderen Menschen unbeabsichtigt näherkommen kann, als die Abstandsregeln vorgeben, sinnvoll sein.
  • Beim Einkauf, in öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Arzt, im Gottesdienst und beim Besuch z.B. in Pflegeheimen gilt in Bayern seit 18. Januar 2021 die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.
  • Zusätzlich gibt es in einzelnen Städten und Landkreisen weitere Vorschriften – dort müssen überall im öffentlichen Raum, wo sich viele Menschen begegnen, ebenfalls Masken getragen werden.

 

Meldepflicht

Wer ist für die Meldung infizierter Personen zuständig?

  • Für Ärzte gilt eine Meldepflicht für das neue Coronavirus SARS-CoV-19.
  • Der Arzt, der bei einer Patientin oder einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus stellt, muss dies gemäß Coronavirus-Meldepflichtverordnung namentlich und unverzüglich dem Gesundheitsamt melden.
  • Auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist oder ausschließt, ist zur Meldung verpflichtet.
  • Die Zuständigkeiten sind klar geregelt: Die Gesundheitsämter sind für die Kontaktpersonen von bestätigten Fällen zuständig. Für alle, die Symptome entwickeln, sind die niedergelassenen Ärzte zuständig.

 

Mund-Nasenschutz

Was ist ein Mund-Nasenschutz und welche Wirkung hat er?

  • Ein selbst hergestellter Mund-Nasen-Schutz, auch Alltagsmaske genannt, kann dazu beitragen, dass beim Ausatmen, Sprechen, Niesen oder Husten weniger Tröpfchen freigesetzt werden.
  • Diese Masken schützen jedoch nicht vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus.
  • Informationen und wissenschaftliche Erkenntnisse, u.a. zur Schutzwirkung der verschiedenen Maskenarten, hat das Bundesinstitut für Arnzeimittel und Medizinprodukte zusammengestellt.

 

Mutationen

Was ist eine Virusmutation?

Eine Mutation ist eine Veränderung im Erbgut, z.B. eines Virus. Veränderungen im Erbgut sind bei Viren völlig normal. Wenn Viren sich vermehren, wird das Erbgut – gespeichert in der RNA – kopiert. Wenn dabei Fehler passieren, z.B. Teile der Erbinformation verlorengehen, entstehen Mutationen. Um eine Mutation nachzuweisen, werden die RNA-Sequenzen (siehe dazu auch unter S, Sequenzierung) des Virus im Labor untersucht. Im Vergleich mit dem ursprünglichen Erbgut des Coronavirus lassen sich dann Mutationen nachweisen.

 

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N

Niesetikette

Wie niese ich, um meine Mitmenschen zu schützen?

  • Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und drehen Sie sich weg.
  • Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch. Verwenden Sie dieses nur einmal und entsorgen Sie es anschließend in einem Mülleimer mit Deckel. Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und ebenfalls sich dabei von anderen Personen abwenden.
  • Wird ein Stofftaschentuch benutzt, sollte dies anschließend bei mindestens 60°C gewaschen werden.
  • Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen.

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O

Öffentlicher Raum

Was bedeutet „öffentlicher Raum“?

  • Die Voraussetzung für öffentliche Räume ist, dass die Fläche für die Öffentlichkeit frei zugänglich ist. Öffentlicher Raum gehört zum Beispiel einer Gemeinde, wird von ihr bewirtschaftet und unterhalten.
  • Im Allgemeinen fallen öffentliche Verkehrsflächen für Fußgänger, Fahrrad- und Kraftfahrzeugverkehr, aber auch Parkanlagen und Platzanlagen darunter.

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P

PCR -Test

Wie funktioniert der PCR-Test?

  • Bei der PCR-Testung wird das Erbmaterial der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorkommt.
  • Das Testverfahren nimmt derzeit etwa vier bis fünf Stunden in Anspruch.
  • Hinzu kommen die Transportzeit ins Labor, die Vorbereitungszeit im Labor und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen eines hohen Probeaufkommens.

 

Prävalenz

Was versteht man unter Prävalenz?

Die Prävalenz beschreibt den Anteil der in der untersuchten Gruppe tatsächlich infizierten Personen. Insbesondere die Angabe absoluter Zahlen von positiven Testergebnissen erlaubt keine Aussagen, wenn sie nicht in Relation zu der Anzahl der Probanden und in einen sinnvollen Zusammenhang mit deren Auswahl gesetzt werden.

Weitere Hinweise zu den Corona-Testungen erhalten Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts.

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Q

Quarantäne

Was bedeutet Quarantäne?

  • In Quarantäne begeben sich Menschen, die nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert sind, die im Verdacht stehen, sich mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert zu haben und Menschen, die Kontakt mit einer infizierten Person hatten.
  • Quarantäne kann sowohl behördlich angeordnet sein als auch freiwillig erfolgen.
  • Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Querdenker

Wofür stehen sogenannte Querdenker-Gruppierungen?

  • Diese fordern die Aufhebung der Einschränkungen durch die Corona-Verordnungen und beziehen sich dabei auf die teilweise eingeschränkten Grundrechte. Nicht selten stellen sie die Existenz der Pandemie in Frage oder zweifeln die Gefährlichkeit des Virus an.
  • Besonders problematisch ist dabei, dass auf den Querdenker-Demonstrationen oft keine Abstands- und Maskenregeln eingehalten werden.

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R

Reisewarnung

  • Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ist rechtlich nicht bindend. Sie dient jedoch dazu, den Ernst der Lage zu vermitteln.
  • Zudem müssen Verbraucherinnen und Verbraucher, die bereits eine Reise in ein Gebiet gebucht haben, das unter die Reisewarnung fällt, nicht mit den Stornokosten, die seitens des Anbieters fällig sind, rechnen.

 

Reproduktionszahl R

Was steckt hinter der Reproduktionszahl R?

  • Die Basisreproduktionszahl R0 gibt zu Beginn einer Pandemie an, wie viele Personen von einer infizierten Person durchschnittlich angesteckt werden.
  • Diese Zahl setzt voraus, dass in der Bevölkerung keine Immunität besteht und dass keine Maßnahmen ergriffen wurden, die Infektionen vorbeugen.
  • Im Verlauf der Pandemie ist jedoch die effektive Reproduktionszahl aussagekräftiger.
  • Solange diese Zahl über 1 liegt, verbreitet sich das Virus weiter in der Bevölkerung. Ein R-Wert von 1 besagt beispielsweise, dass zehn Infizierte rechnerisch zehn weitere Personen anstecken.
  • Ziel ist es deshalb, den R-Wert unter 1 zu drücken. So wird eine weitere Verbreitung ausgebremst.

 

Risikogebiete

Was sind Risikogebiete und welche sind derzeit als solche deklariert?

    • Risikogebiete sind Regionen und Länder, in denen sich das Coronavirus stark ausbreitet und die Gesundheitslage kritisch ist. Es werden Virusvariantengebiete, Hochinzidenzgebiete und Risikogebiete unterschieden:
      • Virusvariantengebiete sind Gebiete, in denen durch das Auftreten bestimmter SARS-CoV-2-Varianten ein besonders hohes Infektionsrisiko besteht.
      • Hochinzidenzgebiete sind Gebiete, in denen die 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner über dem Wert von 200 Infektionen liegt.
      • Ein zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner.
    • Eine aktuelle Auflistung der verschiedenen Risikogebiete finden Sie auf der Webseite des RKI.

Einreise aus Risikogebieten, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebieten

    • Anmeldepflicht
      Wer in den zehn Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Risikogebiet, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet war, muss sich vor Einreise unter www.einreiseanmeldung.de anmelden.
    • Testnachweis
      Bei der Einreise aus Virusvarianten- und Hochinzidenzgebieten muss bereits bei der Einreise ein negativer Coronatest vorliegen. Er darf zum Zeitpunkt der Einreise maximal 48 Stunden alt sein.
      Bei der Einreise aus Risikogebieten muss der Test innerhalb von 48 Stunden nach der Einreise erfolgen.
    • Quarantänepflicht
      Wer aus einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet einreist, muss sich unverzüglich in Quarantäne begeben. Bei der Einreise aus einem Hochinzidenzgebiet kann die Quarantäne nach fünf Tagen durch einen zweiten negativen Coronatest vorzeitig beendet werden. Bei der Einreise aus Virusvariantengebieten kann die Quarantäne nicht verkürzt werden.
      Wer aus einem Risikogebiet einreist, kann sich durch einen negativen Coronatest von der Quarantäne befreien lassen. Der negative Testnachweis muss an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt werden.
    • Vollständig Geimpfte
      Personen, die seit mindestens 14 Tagen abschließend mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff gegen COVID-19 geimpft sind und über einen entsprechenden Impfnachweis verfügen, unterliegen bei der Einreise nach Deutschland keiner Quarantänepflicht mehr. Dies gilt jedoch nicht, wenn sie aus einem Virusvariantengebiet einreisen.

 

Risikogruppen

Wer ist besonders gefährdet bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus?

  • Das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs steigt ab einem Alter von etwa 50 bis 60 Jahren stetig an. Bedingt durch ein weniger gut reagierendes Immunsystem, können ältere Menschen schwerer erkranken.
  • Verschiedene Grunderkrankungen wie z. B. Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber, der Niere, Krebserkrankungen oder Faktoren wie Adipositas und Rauchen scheinen das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen. Bei älteren Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher als wenn nur ein Faktor (Alter oder Grunderkrankung) vorliegt. Wenn mehrere Grunderkrankungen vorliegen, ist das Risiko höher als bei nur einer Grunderkrankung.
  • Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z.B. Cortison) besteht ein höheres Risiko.

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S

Saisonalität

Verhält sich das Coronavirus je nach Jahreszeit unterschiedlich?

  • Generell verbreiten sich viele Viren, die akute Atemwegserkrankungen verursachen, in der kalten Jahreszeit besser.
  • Das liegt unter anderem an den niedrigeren Temperaturen, an weniger UV-Strahlung, aber auch daran, dass sich Menschen länger in geschlossenen Räumen aufhalten Die hohen Ansteckungsraten in Ländern in wärmeren Klimazonen zeigen jedoch, dass hohe Temperaturen nicht grundsätzlich vor einer Ansteckung mit dem Virus schützen.

 

Schnelltests

Wie funktionieren die Schnelltests?

  • Schnelltests, auch Antigen-Schnelltests genannt, weisen im Gegensatz zu PCR-Tests kein Erbmaterial nach, sondern Eiweißfragmente des Virus.
  • Auch beim Schnelltest wird eine Probe aus dem Nasenrachenraum entnommen und anschließend auf die vorhandene Konzentration von Virusprotein getestet.
  • Der große Vorteil dieser Tests besteht darin, dass zwischen Probenentnahme und Ergebnis nur 10–15 Minuten liegen. Deshalb könnten gerade die Antigen-Schnelltests helfen, Infizierte früher zu finden. Grund dafür ist, dass man die höchste Viruslast hat, bevor man überhaupt etwas von der Krankheit bemerkt. Gerade dann kann man andere Menschen leicht anstecken – auch wenn man sich gesund fühlt. Schnelltests können bei einem akuten Ausbruch, beispielsweise in einem Pflegeheim, zur Vorsorge bei Risikogruppen und im Schulbetrieb oder bei Veranstaltungen sinnvoll sein.
  • Schnelltests sind aber weniger zuverlässig und genau als die Corona-PCR-Tests.
  • Ein negatives Testergebnis mit einem Antigen-Schnelltest nicht bedeutet nicht, dass man nicht infiziert ist. Es bedeutet aber, dass man an diesem Tag mit hoher Wahrscheinlichkeit niemanden ansteckt.
  • Seit Anfang März können sich alle Bürgerinnen und Bürger in Bayern einmal pro Woche einem kostenlosen Schnelltest unterziehen, dem Bürgertest. Er wird in den Testzentren sowie in teilnehmenden Arztpraxen und Apotheken angeboten. Die nächstgelegene Testmöglichkeit finden Sie über die Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

 

Selbsttests

Warum gibt es jetzt Selbsttests?

  • Seit Anfang März sind Selbsttests im freien Verkauf und beispielsweise in Apotheken, Drogerien oder Supermärkten erhältlich.
  • Ist ein per Selbsttest durchgeführter Test positiv, muss das Testergebnis stets durch einen PCR-Test im Labor abgesichert werden. Bis das Ergebnis des Labortests vorliegt, sollte sich die positiv getestete Person in Quarantäne begeben.
  • Bitte beachten Sie: ein negatives Testergebnis aus einem Selbsttest ist kein Freifahrtsschein! Es ist nur eine Momentaufnahme und bedeutet, dass die getestete Person zum Zeitpunkt des Tests nicht ansteckend ist.
  • Eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus ist aber dennoch jederzeit möglich – die Einhaltung der Hygieneregeln und der Maskenpflicht ist deshalb auch weiterhin unabdingbar.

  

Sensitivität

Was versteht man unter Sensitivität?

Die Sensitivität eines Tests gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass Infizierte auch als solche erkannt werden, dass es also nicht zu falsch-positiven Ergebnissen kommt. Wichtig ist, bei den Angaben der Testhersteller darauf zu achten, worauf sich die beworbene Testsicherheit bezieht. Weitere Hinweise zu den Corona-Testungen erhalten Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts.

 

Sequenzierung von DNA oder RNA

Was ist eine Sequenzierung?

Die Sequenzierung von DNA oder RNA ist ein Verfahren, bei dem bestimmt wird, in welcher Reihenfolge die vier Basen, aus denen die DNA bzw. RNA besteht, aufeinanderfolgen. Die DNA speichert das Erbgut, sie enthält den vollständigen Bauplan für die Konstruktion und Funktion eines Organismus. Die RNA hingegen hat verschiedene Aufgaben; sie kann z.B. genetische Informationen übertragen. Das Erbgut von Viren besteht aus RNA. Wenn bei der Vervielfältigung von RNA Fehler passieren, z.B. Teile der Erbinformation verloren gehen, entstehen Mutationen. Mithilfe einer Sequenzierung lässt sich herausfinden, wo Erbinformationen auf der DNA bzw. RNA gespeichert sind. Um Mutationen zu ermitteln, werden die Sequenzen der RNA im Labor mit dem Erbgut des ursprünglichen Coronavirus verglichen.

 

Spezifität

Was versteht man unter Spezifität?

Die Spezifität benennt die Wahrscheinlichkeit, dass Gesunde richtig diagnostiziert werden, es also nicht zu falsch-negativen Ergebnissen kommt. Wichtig ist, bei den Angaben der Testhersteller darauf zu achten, worauf sich die beworbene Testsicherheit bezieht. Weitere Hinweise zu den Corona-Testungen erhalten Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts.

 

Superspreading-Ereignisse

Was sind Superspreader bzw. Superspreader-Events?

  • Manche infizierten Menschen sind hoch infektiös, sie geben das Virus an viele Menschen weiter, während andere Infizierte nur wenige oder niemanden anstecken.
  • Wenn eine mit dem Coronavirus infizierte Person für viele Neuinfektionen sorgt, nennt man sie „Superspreader“.
  • Eine Veranstaltung, auf der viele Menschen durch wenige hoch infektiöse Menschen angesteckt werden, nennt man „Superspreading-Event“.

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T

Testsicherheit

Wie sicher sind die Coronatests?

Bei der Frage nach der Testsicherheit von Corona-Tests muss zunächst zwischen drei verschiedenen Tests unterschieden werden: dem PCR-Test, dem Antigen-Test und den serologischen Tests (ELISA).

  • PCR-Tests werden eingesetzt, um zu prüfen, ob jemand im Moment infiziert ist und auch andere Menschen anstecken kann. Hierfür werden Abstriche aus dem Rachenraum entnommen. Wird anschließend im Labor das Erbgut des Virus in der Probe festgestellt, gilt die oder der Getestete als infektiös. Wird das Erbgut nicht gefunden, bedeutet das jedoch nicht unbedingt, dass die oder der Getestete nicht doch infiziert ist. Es könnte immer noch sein, dass die Viren nicht in der Probe waren, aber irgendwo anders im Körper vorhanden sind.
  • Antigen-Tests sind erst seit letztem Sommer auf dem Markt. Auch beim Antigentest wird die Probe aus dem Rachenraum entnommen. Die Tests weisen bereits innerhalb einer Viertelstunde nach, ob die Probe Virusproteine enthält. Vorteilhaft sind die schnelle Verfügbarkeit und die Möglichkeit, Antigen-Tests vor Ort direkt einzusetzen.
  • Die Tests sind besonders dann aussagekräftig, wenn die Patienten gerade eine hohe Virenlast haben. Das ist auch der Moment, in dem sie am ehesten als Superspreader andere infizieren können.
  • Serologische Tests, so genannte ELISA-Tests, können anhand von Blutproben feststellen, ob die oder der Getestete in der Vergangenheit bereits mit dem Coronavirus infiziert war.
  • Es ist möglich, dass eine positiv getestete Person eine andere Coronavirus-Infektion – etwa eine Erkältung – durchgemacht hat, nicht aber eine Infektion mit SARS-CoV-2. Auch ist die Frage nach einer dauerhaften Immunität nach einer Heilung noch nicht abschließend geklärt.

Wir haben eine Übersicht über die verschiedenen Arten von Tests und ihre Funktionsweise erstellt, die Sie auch als PDF herunterladen können.

 

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U

Übersterblichkeit

Sterben durch das Coronavirus mehr Menschen?

  • Der Begriff der Übersterblichkeit beschreibt – gemessen an Vergleichszeiträumen aus früheren Jahren – eine erhöhte Sterblichkeitsrate innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Sterben innerhalb eines Beobachtungszeitraums – unabhängig von der Todesursache – mehr Menschen als statistisch erwartet, beziffert man dieses Mehr an Verstorbenen als Übersterblichkeit.
  • Um die Frage zu beantworten, ob infolge von COVID-19 in Deutschland eine Übersterblichkeit besteht, beobachtet das Statistische Bundesamt die vorläufigen Sterbezahlen in Deutschland anhand einer Sonderauswertung. Dieser Beobachtung zufolge lagen die Sterbezahlen etwa im April 2020 deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre. Gleich­zeitig war ein Anstieg der Todesfälle zu beobachten, die mit dem Corona­virus in Zusammen­hang stehen (Quelle: Robert-Koch-Institut).  Zum Jahresende ist die Differenz der Sterbefallzahlen zum Durchschnitt der Vorjahre erneut gestiegen. Im Dezember lag die Zahl der Gestorbenen 31% über dem Vorjahresdurchschnitt. Gleichzeitig erreichte kurz vor Jahreswechsel die Zahl der Covid-19-Todesfälle ihren Höchststand.
  • Dies legt nahe, dass die erhöhte Sterblichkeit im vergangenen Jahr unter anderem auf das Corona-Virus zurückzuführen ist.

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V

Versorgungsengpässe

Kommt es zu absehbaren Versorgungsengpässen in nächster Zeit?

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geht derzeit nicht davon aus, dass das Corona-Virus-Geschehen zu einer solchen Versorgungskrise führen könnte. Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln ist gesichert.

Es wird daher darum gebeten, von sogenannten Hamsterkäufen abzusehen.

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Z

Zulassung

Wie funktioniert die Zulassung von Impfstoffen?

  • Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) ist für die Zulassung von Impfstoffen in der Europäischen Union zuständig.
  • Die wissenschaftlichen Experten der EMA untersuchen und bewerten den Impfstoff, z.B. im Hinblick auf Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit.
  • Die Gesundheit der Bevölkerung steht dabei an oberster Stelle.
  • Die Zulassungen der Covid-19-Impfstoffe erfolgen in der Regel in Form eines „rolling reviews“. Das bedeutet, dass parallel zur Impfstoffentwicklung schon Daten darüber an die EMA übermittelt werden. So ist es möglich, das Zulassungsverfahren zu beschleunigen.
  • Im nächsten Schritt wird eine Zulassungsempfehlung an die Europäische Kommission weitergegeben. Diese überprüft ebenfalls die Ergebnisse. Fällt die Beurteilung positiv aus, erhält der Impfstoff eine Marktzulassung für die EU.
  • Alle bisher zugelassenen Corona-Impfstoffe haben eine reguläre Marktzulassung erhalten. Dies ist beispielsweise auch bei den Impfstoffen gegen Tetanus, den Röteln, Hepatitis B und anderen gängigen Impfstoffen der Fall. Es wurden also keine Abstriche bezüglich Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit der Vakzine gemacht.
  • Nach einer Zulassung auf europäischer Ebene müssen die jeweiligen nationalen Behörden den Impfstoff ebenfalls zulassen. In Deutschland geschieht dies durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI).
  • Das Paul-Ehrlich-Institut berät im Anschluss darüber, wie der Impfstoff in das nationale Gesundheitssystem eingeführt werden soll – ob er beispielsweise für alle Altersgruppen eingesetzt wird oder nicht.

 

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Quellenverzeichnis