Corona: Was gilt aktuell?

Welche Regelungen gelten aktuell?

Auf dieser Seite geben wir Ihnen einen Überblick über die ab 11.01.2021 in Bayern gültigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Die nachstehende Übersicht können Sie sich auch als PDF herunterladen.

 

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In ganz Bayern gilt aktuell der Katastrophenfall.

Die Ausrufung des Katastrophenfalls hilft dabei, die Arbeit der vielen beteiligten Behörden und Hilfsorganisationen bestmöglich zu organisieren und koordinieren.

 

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Landesweit gelten allgemeine Ausgangsbeschränkungen. Das bedeutet, zum
Verlassen der Wohnung müssen triftige Gründe vorliegen.

Zu den triftigen Gründen zählen zum Beispiel:

  • der Weg zur Arbeit oder Ausbildungsstätte
  • die Wahrnehmung eines Arzt- oder Therapeutentermins
  • der Gang zum Einkaufen
  • der Besuch bei einem anderen Hausstand – bitte beachten Sie, dass die aktuelle Kontaktbeschränkung Treffen auf die Angehörigen des eigenen Hausstands mit nur einer weiteren Person erlaubt
  • die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts
  • die Begleitung unterstützungsbedürftiger Menschen oder Minderjähriger
  • Sterbebegleitung oder die Teilnahme an Beerdigungen im engsten Familien- oder Freundeskreis
  • Sport und Bewegung an der frischen Luft
  • die Versorgung von Tieren
  • Behördengänge
  • die Teilnahme an Gottesdiensten oder Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften sowie an Versammlungen (gemäß Versammlungsgesetz).

 

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Kontaktbeschränkung: Private Zusammenkünfte sind nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands und mit maximal einer weiteren Person, die nicht im selben Haushalt wohnt, gestattet.

Abweichend davon ist die wechselseitige, unentgeltliche und nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften zulässig. Sie darf Kinder aus maximal zwei Haushalten umfassen.

 

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In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Fällen pro 100.000 Einwohner sind touristische Tagesausflüge über einen Umkreis von 15 Kilometern um den Wohnort (gemessen ab der Gemeindegrenze) untersagt.

Dieser Radius gilt ausdrücklich nicht für Fahrten zur Arbeit oder zum Einkaufen von Lebensmitteln.

 

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Es gilt eine landesweite nächtliche Ausgangssperre von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr. Der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung ist in dieser Zeit untersagt.

Folgende Gründe erlauben den Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung:

  • medizinische oder veterinärmedizinische Notfälle,
  • die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten oder unaufschiebbare Ausbildungszwecke,
  • die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts
  • die unaufschiebbare Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger,
  • die Begleitung Sterbender,
  • Handlungen zur Versorgung von Tieren
  • oder ähnliche gewichtige und unabweisbare Gründe.

 

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Die Öffnung von Einzelhandelsgeschäften ist untersagt. Ausgenommen sind zum Beispiel der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Apotheken, Drogerien, Banken und Sparkassen.
Eine Auflistung aller Geschäfte, die geschlossen werden müssen, finden Sie in der Elften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung unter § 12.

Von 11. Januar 2021 an ist unter Einhaltung von Schutz- und Hygienekonzepten das Abholen vorab bestellter Waren im Einzelhandel gestattet: Sie können online oder telefonisch bestellte Ware direkt am Geschäft abholen. Bitte beachten Sie dabei die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

 

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Die Öffnung von Dienstleistungsbetrieben mit Kundenverkehr ist untersagt, bei denen körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist. Dazu zählen neben Massagepraxen, Kosmetik-, Tattoostudios und ähnlichen Betrieben auch Frisöre. Erlaubt sind medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- oder Logotherapie und Podologie.

 

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In der Gastronomie sind weiterhin nur die Abgabe und Lieferung von Speisen und Getränken erlaubt. Der Verzehr vor Ort ist untersagt.
Betriebskantinen werden geschlossen, wo immer die Arbeitsabläufe es zulassen. Zulässig ist die Abgabe von Speisen und Getränken zum Mitnehmen, nicht aber der Verzehr vor Ort.

 

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In ganz Bayern ist der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum untersagt.

 

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Altenheime, Seniorenresidenzen, Pflege- und Behinderteneinrichtungen:

  • Jede Bewohnerin und jeder Bewohner darf pro Tag maximal eine Person als Besuch empfangen.
  • Jede Besucherin und jeder Besucher muss einen negativen Corona-Test vorweisen – ein POC-Antigen-Schnelltest darf maximal 48 Stunden, ein PCR-Test maximal drei Tage vor dem Besuch vorgenommen worden sein.
  • Jede Besucherin und jeder Besucher muss eine FFP2-Maske tragen.
  • Häufige Fragen, etwa zu Besuchen in Pflegeeinrichtungen, und die zugehörigen Antworten hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hier zusammengestellt.
  • Alle Beschäftigten werden verpflichtend an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche getestet.
  • Die Testpflicht an möglichst zwei verschiedenen Tagen pro Woche gilt – im Rahmen vorhandener Testkapazitäten – auch für die Beschäftigten mobiler Pflegedienste.

 

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Der Unterricht an den Schulen in Bayern beginnt am 11. Januar 2021.
Bis voraussichtlich 31.01.2021 findet kein Präsenzunterricht statt. Distanzunterricht wird für alle Schulen und Jahrgangsstufen eingerichtet. Eine Notbetreuung wird für Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6 sowie für Schülerinnen und Schüler an Förderschulen und Kinder mit Behinderungen angeboten.

 

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Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder sind weiterhin geschlossen.
Eine Notbetreuung für Kinder, deren Eltern sie nicht selbst beaufsichtigen können, wird eingerichtet.

 

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Die Einhaltung der Infektionsschutzregeln wird von der Polizei und den Ordnungsbehörden kontrolliert. Polizei und Ordnungsbehörden sind angehalten, jeden Verstoß grundsätzlich mit entsprechendem Bußgeld zu belegen.

Für den Verstoß gegen die landesweite Ausgangssperre ist ein Mindestbußgeld von 500 € festgesetzt.

 

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Wer aus einem Risikogebiet einreist, muss sich vorab elektronisch anmelden: www.einreiseanmeldung.de.

Im unmittelbaren Zusammenhang mit der Einreise ist beim örtlich zuständigen Gesundheitsamt ein Test vorzulegen: Er darf zum Zeitpunkt der Einreise maximal 48 Stunden alt sein oder muss unmittelbar nach der Einreise vorgenommen werden. Personen, die aus Risikogebieten einreisen, müssen sich unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben. Am fünften Tag nach der Einreise ist zur Verkürzung der Quarantänepflicht ein weiterer Test erforderlich.

Die bestehende Quarantänepflicht wird konsequent vollzogen und bußgeldpflichtig kontrolliert. Die Staatsregierung appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, Reisen ohne triftigen Grund in Risikogebiete zu vermeiden.

Ausnahmen gelten für Pendler sowie Besuche bei Verwandten 1. und 2. Grades.

 

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In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer gegenüber dem bayernweiten Durchschnitt erhöhten 7-Tage-Inzidenz müssen die zuständigen Behörden zusätzliche Maßnahmen ergreifen (Hotspotstrategie). Bitte informieren Sie sich dazu bei Ihrem Landratsamt oder Ihrer kreisfreien Stadt.

 

Diese Übersicht fasst die aus unserer Sicht wichtigsten Regelungen zusammen. Rechtsverbindlich ist die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in der jeweils gültigen Fassung.

Bearbeitungsstand: 11.01.2021, 09:45 Uhr.